BERUFSVERBAND DER PFARRSEKRETÄRINNEN UND -SEKRETÄRE
in der Erzdiözese München und Freising

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Ostergruß

Lieber Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre,

 

in einem Kalender, der mich in der Fastenzeit auf das Osterfest vorbereiten will, las ich kürzlich folgenden Text:

 

„Du hinkst“, sagte er. „So einen können wir nicht gebrauchen.“

„Es gibt aber in der Gegend keinen besseren Arbeiter als mich“ antwortete Egger. „Ich bin stark. Ich kann alles.“

„Aber du hinkst.“

„Im Tal vielleicht“, sagte Egger. „Aber am Berg bin ich der Einzige, der gerade geht.“

Diese kurze Textpassage hat mich getroffen. Am Berg und in der Steigung der Einzige sein, der trotz – oder besser gesagt – gerade wegen seiner Behinderung aufrecht und damit aufgerichtet geht – ein eindrucksvolles und starkes Bild.

 

Kann das nicht eine Ikone für den auferstandenen Herrn sein? Als Versehrter, Gemarterter und Verwundeter im verklärten Licht des Ostermorgens wie kein anderer uns vorausgehend.

Es ist für mich eine sehr trostvolle Vorstellung, dass ich an einen Gott glauben darf, der nicht überirdisch stark und damit weit weg von mir ist, sondern mich ganz persönlich an jeder Steigung mitzieht und mitträgt. Steinige und steile Lebenswege werden so begehbare Pfade.

 

In diesem Sinne Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Osterfest.

 

Mit herzlichem Dank für Ihren engagierten Dienst,

grüße ich Sie als Ihr Präses

Diakon Bertram Machtl

Lieber Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre,

in einem Kalender, der mich in der Fastenzeit auf das Osterfest vorbereiten will, las ich kürzlich folgenden Text:

„Du hinkst“, sagte er. „So einen können wir nicht gebrauchen.“
„Es gibt aber in der Gegend keinen besseren Arbeiter als mich“ antwortete Egger. „Ich bin stark. Ich kann alles.“
„Aber du hinkst.“
„Im Tal vielleicht“, sagte Egger. „Aber am Berg bin ich der Einzige, der gerade geht.“
Diese kurze Textpassage hat mich getroffen. Am Berg und in der Steigung der Einzige sein, der trotz – oder besser gesagt – gerade wegen seiner Behinderung aufrecht und damit aufgerichtet geht – ein eindrucksvolles und starkes Bild.

Kann das nicht eine Ikone für den auferstandenen Herrn sein? Als Versehrter, Gemarterter und Verwundeter im verklärten Licht des Ostermorgens wie kein anderer uns vorausgehend.
Es ist für mich eine sehr trostvolle Vorstellung, dass ich an einen Gott glauben darf, der nicht überirdisch stark und damit weit weg von mir ist, sondern mich ganz persönlich an jeder Steigung mitzieht und mitträgt. Steinige und steile Lebenswege werden so begehbare Pfade.

In diesem Sinne Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Osterfest.

Mit herzlichem Dank für Ihren engagierten Dienst,
grüße ich Sie als Ihr Präses
Diakon Bertram Machtl